01.01.08

analysen

Pakistan ist nicht allein

von Yacov Ben Efrat

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er Mord an Benazir Bhutto im Dezember 2007 hat Pakistan ins Rampenlicht gerückt: eine Nuklearmacht in einer Region voller ethnischer und nationaler Konflikte, angrenzend an Indien, China, Afghanistan und Iran. Während Diktator-Präsident Pervez Musharraf alles tut, um die Fakten von Bhuttos Ermordung zu verschleiern, breitet sich die Überzeugung aus, dass er dabei seine Finger im Spiel hatte. Jedenfalls bestreitet niemand, dass er gute Gründe hatte, den Schutz Bhuttos zu vernachlässigen. Sie war unter der Ägide der USA nach Pakistan zurückgekehrt, um sich die Macht mit ihm zu teilen. Die Vereinigten Staaten hatten den Deal vermittelt, weil sie sich dachten, Bhutto könne Musharraf, der jegliches Ansehen bei der Bevölkerung verloren hat, zu einer weiteren Amtszeit als Präsident verhelfen.

Für die Bush-Regierung ist Musharraf ihr wichtigster Verbündeter im Krieg gegen den Terrorismus. Sie sieht über die Tatsache hinweg, dass dieser Diktator seinerzeit zwei große politische Parteien, die mit ihm konkurrierten, aufgelöst hat, die Volkspartei von Bhutto und die Muslim-Liga von Nawaz Sharif. Kürzlich hat Musharraf eine Revolte von Richtern niedergeschlagen, die gegen seine erneute Kandidatur für eine weitere Amtszeit protestierten. Es gibt in Pakistan keine Demokratie, dafür Massenvernichtungswaffen. Nichts davon hält George W. Bush davon ab, Musharraf zu unterstützen und alles zu tun, um ihn zu retten.

Pakistan ist ein komplexes Land. Es entstand 1947 als künstlicher Staat, bewusst islamisch, durch eine Abspaltung von Indien zu einer Zeit, als dieses die Unabhängigkeit errang. Es setzt sich aus vier ethnischen Gebieten zusammen: West Punjab, Sindh, Belutschistan und die Nordwestprovinz (Paschtun). Diese Regionen sind zusammengeschweißt, nicht nur durch den Islam, sondern auch durch Pakistans Armee und Sicherheitskräfte, die die Innenpolitik unter brutaler Kontrolle haben.

Die Wurzeln der gegenwärtigen Krise reichen in die 1970er Jahre zurück. Von 1972 bis 1977 führte Zulfikar Ali Bhutto, Benazirs Vater, eine säkulare Regierung, die sich einer breiten Basis in der Bevölkerung erfreute; er veranlasste tief greifende Reformen bei der Landverteilung, im Bildungs- und im Gesundheitswesen. Als Gegengewicht zu Indiens Verbindungen zur Sowjetunion verbündete sich Zulfikar mit China. 1977 führte ein pakistanischer General namens Zia-ul-Haq mit Unterstützung der USA einen erfolgreichen Coup gegen Zulfikar durch und hängte ihn zwei Jahre später auf. Es war Zia-ul-Haq, der Amerika nach Pakistan brachte.

Zia-ul-Haqs Diktatur hatte weit reichende Folgen, zunächst für Pakistan, später für die Welt. Die Ursache dieser Folgen lässt sich bis zu US-Präsident Ronald Reagan zurückverfolgen, der, um die Sowjets aus Afghanistan hinauszuwerfen, eine strategische Allianz mit Zia-ul-Haq schmiedete. Diese Allianz kam politisch wie militärisch teuer. Zia-ul-Haq machte sich den fundamentalistischen Islam und dessen Gesetze der Sharia zu Eigen, um die demokratischen Parteien Pakistans zu unterlaufen. Dadurch gewannen die islamischen Verbände im innenpolitischen Leben des Landes an Macht. Saudisches Geld floss in die islamischen Organisationen, die um die 40.000 muslimische Madrassen gründeten, Schulen für das Studium des Islam.

Reagan würdigte die Mudschaheddin, die in Afghanistan gegen die Sowjets kämpften, als „Freiheitskämpfer“. Seine Regierung gab ihnen Waffen und bildete sie aus. Sie verwandelte den pakistanischen Geheimdienst, ISI, in einen Arm der CIA. All dies geschah, obwohl Gerüchte im Umlauf waren, Pakistan entwickle eine Atombombe. Washington schaute weg und derweil bekam ein Land die Bombe, das sich unter dem Einfluss islamischen Fundamentalismus befand.

Dreißig stürmische Jahre sind ins Land gegangen, seit Zia-ul-Haq die Macht übernahm, Jahre, gespickt mit Coups und Ermordungen. Diese Jahre lassen sich grob in drei politische Dekaden gliedern: 1988 kam Zia-ul-Haq bei einem mysteriösen Flugzeugabsturz ums Leben. Es folgte ein Jahrzehnt korrupter Demokratie, in dem die Macht zwischen Benazir Bhutto und Nawaz Sharif hin- und herwechselte. Im Oktober 1999 stürzte Generalstabschef Pervez Musharraf Sharif und ernannte sich 2001 zum Präsidenten. Jetzt, mit dem Mord an Benazir Bhutto, könnte sein Regime an seinem Ende angelangt sein.

Pakistan am Rande des Vergessens

Die 1990er waren die fröhlichen Clinton-Jahre. Nach dem Fall der Sowjetunion wollte Washington die „Friedensdividende“ teilen. Gemäß einer von den Ökonomen der Chicagoer Schule verabreichten Schocktherapie, entstand das globale Dorf nach dem Bilde der USA. Wer immer von der Pax Americana profitieren wollte, musste ökonomisch korrekt werden; dies bedeutete die totale Privatisierung der Ressourcen, Steuersenkungen, Öffnung der Märkte für den freien Fluss des Kapitals und Einschnitte bei den Sozialleistungen. Russland, Argentinien und die asiatischen Staaten waren Schauplatz von Experimenten, die soziales Elend bescherten.

Doch in den späten 1990ern flog Clinton seine Wirtschaftspolitik um die Ohren. Russland und Argentinien gingen in freien Fall. Die Aktienmärkte in Südostasien implodierten. Indien und China profilierten sich Hauptakteure. Afghanistan und Pakistan andererseits konnten – mit ihren verfehlten Ökonomien und islamischen Ideologien – in der neuen Ordnung keinen Platz finden.

Unmittelbar nach dem Rückzug der Sowjets 1989 war Afghanistan in eine Phase des Bürgerkriegs zwischen den ehemals antisowjetischen Gruppierungen eingetreten. Die Paschtunen kämpften gegen die Tadschiken und die Usbeken; alle wollten von der Macht eine Scheibe ab haben. Die US-Amerikaner setzten auf die neue paschtunische Kraft, die Taliban. Auch die pakistanische Armee unterstützte diese Strömung. Ideologische Unterstützung erteilten ihr eben jene Madrassen, die die Saudis gegründet hatten.

Sowohl Benazir Bhutto als auch Nawaz Sharif unterstützten während ihrer Amtszeit die Taliban. In dem fortwährenden Krieg Pakistans mit Indien sahen sie diese als Verbündete, und sie gingen auch davon aus, dass die Taliban helfen würden, den Einfluss des Landes in der Region zu vergrößern. Während Bhuttos zweiter Amtszeit zwischen 1994 und 1997 tat sie sich mit dem Mann zusammen, der als der spirituelle Vater der Taliban angesehen wird, mit Fazlur al-Rahman. Er ist der Führer der Jamiat Ulema-i-Islam, der Gemeinschaft Islamischer Gelehrter. Sie übertrug ihm den Vorsitz des parlamentarischen Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten. Auch mit den autonomen Paschtunen-Stämmen in der Nordwestprovinz erreichte sie ein Einvernehmen.

Währenddessen kamen 1996 die Taliban in Afghanistan an die Macht und führten die von den pakistanischen Pfaffen gelehrte Sharia ein. Die Taliban luden al-Qaeda – einschließlich Osama bin Laden, Ayman al-Zawahri und die Arabischen Mudjaheddin – ein, Afghanistan in eine Ausgangsbasis für einen neuen heiligen Krieg zu verwandeln. Diesmal sollte er nicht gegen die Kommunisten, sondern gegen die gerade noch Verbündeten, die US-Amerikaner, geführt werden.

1997 kam in Pakistan Nawas Sharif an die Macht. Er baute die Rolle des Islam in der pakistanischen Rechtsprechung aus. In Kashmir mit Indien im Krieg, verließ sich Sharif auf die Mudschaheddin. 1998 veranlasste er Pakistans ersten Atomtest. Die Vereinigten Staaten protestierten und verhängten Sanktionen.

Ein Jahr später wurde Sharif von Musharraf gestürzt. Zunächst verurteilte ihn Musharraf zum Tode, reduzierte das Strafmaß dann aber auf Verbannung. Daran war nichts, was die internationale Aufmerksamkeit hätte wecken können: Ein weiterer Diktator übernimmt in einem armen und rückständigen Land die Macht, na toll. Während Musharraf die extremistischen islamischen Organisationen gegen Indien aufhetzte und Osama bin Laden seinen Angriff auf „den großen Satan“ vorbereitete, war Satan selbst völlig ahnungslos.

Der 11.09. hat Pakistan nicht verändert

Nach dem Angriff von Al Qaeda am 11. September 2001 fielen die Vereinigten Staaten an der Spitze der Nato-Streitkräfte in Afghanistan ein, um die Herrschaft der Taliban zu beseitigen. Musharraf, bislang vom Westen boykottiert, verwandelte sich über Nacht in Amerikas strategischen Alliierten im Kampf gegen den Terror. Die Sanktionen wurden aufgehoben. Doch die Probleme blieben. Erstens, Musharraf ist ein Diktator. Er hat die Verfassung außer Kraft gesetzt. Er hat die Taliban und ihre pakistanischen Hintermänner unterstützt. Als der Vater der pakistanischen Bombe, Abdul Qadeer Khan, half, Nuklearwaffen an die Staaten zu verteilen, die George W. Bush der Achse des Bösen zugeordnet hatte, stellte ihn Musharraf lediglich unter Hausarrest. Bush entschied sich, diese unerfreulichen Tatsachen zu ignorieren. Er wusch Musharraf rein und richtete seine Aufmerksamkeit dann nicht auf bin Laden und die wahren Terroristen, sondern auf den Irak und Saddam Hussein.

Lange nach dem Ende Saddams am Strang, ist bin Laden weiter am Leben. Die Vereinigten Staaten haben im Rahmen ihres Kriegs gegen den Terror beschlossen, dem Militär Pakistans großzügige Finanzhilfe zu leisten: seit 2001 10 Milliarden US-$. Verglichen mit den 700 Milliarden US-$, die für den Krieg gegen den Irak ausgegeben wurden, ist das natürlich wenig. Wären die 700 Milliarden US-$ für den Kampf gegen bin Laden verwandt worden, wäre es nicht sicher, dass er immer noch Videos verschicken würde.

Musharraf jedoch weiß, dass der wirkliche Krieg gegen den Terror nicht am Hindukusch, sondern in Mesopotamien geführt wird. Er unternimmt nichts gegen die Taliban. Die amerikanischen Milliarden sind stattdessen in Pakistans ewigen Krieg gegen Indien geflossen, obwohl Letzteres seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ein Freund der USA geworden ist. Dank Musharrafs Doppelspiel haben die islamistischen Bewegungen seit 2001 sogar an Kraft gewonnen.

2002 z.B. schrieb Musharraf, um den Amerikanern eine Freude zu machen, Parlamentswahlen aus. Unglücklicherweise mussten die beiden großen Parteien – die von Bhutto und von Sharif – ohne ihre verbannten Führer antreten. Die islamistischen Bewegungen traten mit einer gemeinsamen Liste an. Musharrafs Partei errang den Sieg, doch er stellte sicher, dass die Islamisten als loyale Opposition dienen würden.

Derweil blieben die Gesetze der Sharia in Kraft, die Madrassen setzten ihre Aktivitäten fort, die islamistischen Bewegungen bauten ihren Einfluss aus und Musharraf wurde ein vom Westen akzeptierter Diktator.

Unter Musharraf hat die islamistische Bewegung begonnen, ihre parlamentarische Basis auszubauen. Bei den Regionalwahlen hat sie in der Nordwestprovinz und in Belutschistan gesiegt. Dank dieser Siege kann sie dort die Regionalregierungen stellen. Die erste Tat der Regierung der Nordwestprovinz war es, strenge Enthaltsamkeitsgesetze zu erlassen und jegliche säkulare Kultur zu unterdrücken. Frauen sind ins Haus verbannt und Musik verboten. Das Taliban-Regime hat wieder Einzug gehalten in Pakistan, diesmal mit Hilfe Musharrafs und völliger Zustimmung der USA.

Die beiden Regionen, in denen die islamistische Bewegung die Regierung stellt, sind eben jene, die an Afghanistan angrenzen. Irgendwo in den Bergen, auf der einen oder anderen Seite der Grenze, versteckt sich vermutlich Osama bin Laden. Man fragt sich, wie es möglich ist, die Taliban in Gegenden Pakistans zu bekämpfen, die unter der Regierung derer spiritueller Vordenker stehen. Wie kann man islamistischen Extremismus bekämpfen, wenn er die Regierung stellt, die den Kampf führen soll?

Die Antwort ist simpel: Man kann es nicht. Aus Sicht der pakistanischen Armee ist ihr Hauptfeind im Ausland Indien. Und ihr Feind im Inneren? Die säkularen Parteien, die Demokratie verlangen. Warum also sollte die Armee aus ihrer Sicht Krieg gegen die Taliban führen? Afghanistan wird heute von der Taliban-feindlichen Nordallianz regiert, die unter dem Einfluss Russlands sowie Pakistans Feind Indien steht. Ebenso wenig ist die Armee geneigt, gegen die pakistanischen Unterstützer der Taliban vorzugehen, die bereit sind, sich mit der bestehenden Diktatur zu arrangieren, so lange diesen ihnen in Sachen Religion freie Hand lässt.

Was hat sich seit September 2001 verändert?

Während in Pakistan nach dem 11. September alles seinen gewohnten Gang ging, hat sich die übrige Welt verändert. Bush hätte die öffentliche Stimmung nutzen können, um den extremistischen Islam in Afghanistan zu isolieren. Stattdessen beschloss er das Krisengebiet zu vergrößern. Die Invasion des Irak, die ohne Zustimmung des Westens erfolgte, war Teil des Plans, die Ölvorräte des Landes an sich zu bringen. Im Ergebnis hat sie aber genau jene Extremisten gestärkt, die die Vereinigten Staaten angeblich bekämpfen, und in den Nachbarstaaten die Gefahr von Anarchie und Zusammenbruch potenziert. Die Krisenanfälligkeit betrifft jetzt ein weitaus größeres Gebiet; es umfasst Afghanistan, Pakistan, Iran, Irak, Libanon und sogar die Palästinensische Autonomiebehörde.

Die US-Politik in der Region strotzt vor Widersprüchen. Da ist z.B. die Aufteilung Pakistans nach ethnischen Gesichtspunkten, die Aufteilung des Iraks zwischen Schiiten, Sunniten und Kurden oder die Spaltung von Hamas und Fatah in Gaza bzw. der Westbank. Ist es das, was die Vereinigten Staaten wollen? Wenn nicht, so handeln sie gegen ihre eigenen Interessen. Der Sturz Saddam Husseins z.B., gefolgt von der Übergabe des Iraks in die Hände der schiitischen Bevölkerungsmehrheit, hat den Einfluss des Iran auf Kosten der US-Verbündeten, allen voran Saudi Arabiens, vergrößert. Auch gegenüber Saudi Arabien ist die US-amerikanische Politik uneindeutig: Die USA stützen sich auf das Königshaus; gleichzeitig sind sie sich der Tatsache bewusst, dass der wahabitische, der saudische Islam weltweit den Extremismus finanziert. In Pakistan hingegen hat Washington Benazir Bhutto Nawaz Sharif vorgezogen, weil Sharif den Saudis nahe steht.

Oder die Aktionen der USA im Irak. Sie bewaffnen sunnitische Stämme, damit diese gegen die sunnitische al-Qaeda kämpfen. Sie stützen sich auf den Obersten Rat für die Islamische Revolution im Irak (SCIRI) unter der Führung Abdul Aziz al-Hakims und die mit dem Iran verbündeten schiitischen Badr-Milizen. Sie unterstützen die kurdische Autonomie im Nordirak und zugleich die Türkei, die in einem an ihr Gebiet angrenzenden, künftigen kurdischen Staat eine Bedrohung ihrer territorialen Integrität sieht. Allgemein gesagt, scheinen die Vereinigten Staaten das Ziel zu verfolgen, den Irak auseinander zu reißen, was den iranischen Einfluss stärken und Saudi Arabien ernsthaft bedrohen würde.

Währenddessen wird der Libanon zwischen Sunniten und Schiiten aufgeteilt, die ihre jeweiligen Regionen wie Miniatur-Autonomiegebiete regieren. Saudi Arabien einer- und Iran und Syrien andererseits tragen ihre eigenen Machtkämpfe in den Libanon hinein. Das sunnitische Saudi Arabien und der schiitische Iran haben in Pakistan und Afghanistan, wo die Taliban die Schiiten verfolgen und massakrieren, konträre Interessen im Auge. Doch dort unterstützen die USA, trotz ihrer strategischen Allianz mit den Saudis, den Iran. Und so bleiben diese verworrenen Konflikte ohne Lösung, die Ländern bluten und zerfallen, es herrscht Anarchie, und der Terrorismus huscht über die Grenzen und zurück. Was als Sieg über die Sowjets begann, ist zu einem die Zivilisation bedrohenden Alptraum geworden.

Damit das Bild vollständig wird, darf man den israelisch-palästinensischen Konflikt nicht vergessen. Hier hat die amerikanisch-israelische Politik zu einem Bürgerkrieg geführt. Es besteht eine direkte Verbindung zwischen Pakistan und Palästina: Bei beiden sieht man auf der einen Seite der Medaille säkulare Persönlichkeiten wie Mahmoud Abbas und Benazir Bhutto, auf der anderen Seite aber die Hamas in Gaza bzw. die islamistische Bewegung in Pakistan. Dies ist das Ergebnis einer Politik, die die Völker der Welt wie Bauern auf dem Schachbrett Washingtons herum schieben wollte. Doch diesmal stecken die USA bis zum Hals in der Scheiße. Sie gehen zusammen mit den Zivilisationen unter, die sie zerstören wollten. Pakistan ist nicht allein. "end"


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22.11.2008, 06:11