Wie eine Elefantenherde

Michal Schwartz

W

ie eine Herde Elefanten werden rassistischen Gesetzesvorhaben vom Likud und von Israel Beteinu durch die Knesset gejagt. In allen Bereichen der Gesellschaft verbreiten sie faschistischen Gestank (siehe die Zusammenstellung unten). Sie zielen auf alles, was auch nur in der aller bescheidensten Weise den Palästinensern oder ihren Unterstützern Hilfe oder Schutz bieten könnte: auf die arabische Sprache, die Medien, die Meinungsfreiheit, NGOs, den Obersten Gerichtshof, Künstler, Akademiker und Universitäten. Und weitere Vorhaben sind schon unterwegs. Zur gleichen Zeit werden Frauen aus dem öffentlichen Raum gedrängt und Arbeiter – Ärzte oder Sozialarbeiter – mit Ignoranz und Ablehnung behandelt. Früher war die Sympathie für den kommunistischen Block oder die arabischen Staaten ein Zeichen von Verrat. Heute reicht es, Israel bei Europa oder den USA zu "denunzieren", um den Titel eines Verräter zu verdienen. Besoffen von der Macht benimmt sich die rechte Mehrheit in der Knesset wie ein Mob. Sie will die Spielregeln, sie will den Charakter des Staates ändern. Warum? Weil sie es wollen und – vor allem – weil sie glauben, daß sie es können. mehr...

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Challenge...

...ist eine zweimonatlich erscheinende linksgerichtete Zeitschrift, die sich auf die Darstellung des israelisch-palästinensischen Konflikts im globalen Zusammenhang spezialisiert hat. Von Arabern und Juden in Jaffa herausgegeben, bietet sie politische Analysen, investigative Berichterstattung, Interviews, Augenzeugenberichte, Gender-Themen, Kunst und vieles mehr.

Vierzehn Jahre lang ist CHALLENGE als zweimonatliche Printausgabe erschienen. Nun haben die Redaktion und ich beschlossen, die Zeitschrift ausschließlich als Net-Zeitung weiterzuführen und die Printausgabe ganz einzustellen. Im Oktober 2008 haben wir unsere Abonnenten entsprechend informiert und seitdem fließt meine Mailbox über mit Briefen des Bedauerns, aber auch des Verständnisses. Bislang haben uns alle ihre verbliebenen Abonnenmentsgebühren für die Finanzierung der Online-Ausgabe überlassen.

03.01.2009. Aktive von Oda protestieren in Tel Aviv gegen den Krieg in Gaza. Foto: Roni Schitzer

Ich habe es immer sehr genossen, eine Zeitschrift herauszugeben, die mich mit AktivistInnen und WissenschafterInnen in der ganzen Welt in Verbindung bringt. Jetzt treten wir in die anonymere, möglicherweise jedoch unendlich große Web-Gemeinschaft ein. Die Länge unserer Artikel wird nicht mehr begrenzt sein, und um sie zu lesen, müssen die LeserInnen nichts mehr zahlen. Das neue Format macht es möglich, dass unsere Beiträge aktueller erscheinen, als der bisherige zweimonatliche Erscheinungsturnus es zuließ.

Leser und Leserinnen, die über das Neuerscheinen von Artikeln informiert werden möchten, schicken bitte ihre E-Mail-Adresse sowie Vor- und Nachnamen an:

Mit freundlichen Grüßen

Roni Ben Efrat
Herausgeberin


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04.02.2012, 08:02